Die neue Triathlon-Saison ist gut für mich angegangen, wobei ich bei meinem mittlerweile 35. Triathlon am 24.02.24 nicht nur meine bisher schnellste Sprintdistanz finishen konnte, sondern auch zum ersten Mal bei einem australischen Triathlon in die Top 3 gekommen bin. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass das Training der letzten zwei Jahre dafür gesorgt hat, dass ich noch einmal sportlich zulegen konnte.

Vor dem Rennen in Pottsville (NSW) im Rahmen des „Tweed Enduro“, den ich letztes Jahr schon über die Sprintdistanz mitgemacht habe, zeigte mir der FTP-Rampentest auf Zwift eine Minuten-Durchschnittleistung von 407 Watt in der Spitze an, was einer FTP von ca. 305 Watt entsprechen würde.

Dass dies wohl etwas zu „optimistisch“ geschätzt war, stand für mich außer Frage, da ich beim letzten Test bei irgendwo um die 240 – 250 Watt rauskam. Dennoch gab mir diese Information einen gewissen Boost, eine Zuversicht, die ich mit in das Rennen nehmen konnte.

Erstes Rennen mit Scheibe

Ein paar Tage vor dem Rennen war ich noch bei dem Radladen meines Vertrauen in Mullumbimby („True Wheel Cycles“), wo mir wie gewohnt zuverlässig weitergeholfen werden konnte: Wie im Video unten beschrieben hatte ich Probleme, die Scheibe richtig zu montieren, was letzten Endes an einem klitzekleinen Schräubchen lag, welches man mit einem Mini-Imbusschlüssel rausdrehen konnte.

Rennverlauf

Das Schwimmen war dieses Mal deutlich schneller als letztes Jahr, da wir mit der Strömung schwimmen konnten. Zudem zeigte mir die Garmin anstelle von 750m etwa 610m an, sodass ich auf eine Schwimmzeit von ca. 7 Minuten kam, was einer Pace von ca. 1:12 min / 100 m entspricht – natürlich absolut astronomisch, da ich aktuell höchstens eine 1:26 auf 100 m schwimmen könnte, und das aber auch nur über ein paar Bahnen:P

Ich hätte vermutlich noch ein paar Sekunden schneller sein können, wenn ich so wie die anderen durch das stellenweise viel zu seichte Wasser gewatet wäre – aber ich fand es schön im kühlen Nass und wollte die erste Disziplin auch so gut schwimmen wie möglich.

Nach dem Wechsel auf’s Rad merkte ich recht schnell, dass es ein guter Tag wird – wir hatten Rückenwind! Der Tacho zeigte gut 40 km/h, und ich gab ordentlich Druck auf’s Pedal, sodass ich mich bei ca. 220 Watt einpendelte. Zwischendurch habe ich dann eine meiner Trinkflaschen verloren – lustigerweise genau an der Stelle, wo ich sie im Training schon einmal verloren hatte.

Trotz zusätzlicher Sicherung ist sie mir wieder aus der Halterung geflogen, und zum Einsammeln blieb weder Zeit, noch war das Ganze ungefährlich genug, da ja permanent andere Athlet:innen nachkamen. Ich dachte mir dann, dass ich sie nach dem Rennen wieder einsammle und gab weiter Vollgas.

Nach der Wende ging es fast im selben Tempo weiter, sodass ich recht viele Plätze gut machen konnte, hin und wieder auch auf Team-Mitglieder stieß; seit Kurzem bin ich ja bei den Byron Breakers mit im Team, wo es auch schon einen schönen Rennbericht auf Englisch zu lesen gibt.

T2 war recht flott, doch kurz nach den ersten Laufkilometern merkte ich, dass sich meine linke Patellasehne direkt unter der Kniescheibe wieder bemerkbar machte. Ich hatte bei den letzten Laufeinheiten wieder häufiger gespürt, dass das Ziehen zurück ist, wollte deswegen aber nicht Tempo rausnehmen. Ich habe mir eingeredet, dass ich einfach nach dem Rennen wieder versuchen werde, täglich brav meine Übungen zu absolvieren.

Letzten Endes kam eine Laufzeit von 21:09 raus, was einer Pace von ca. 4:14 min/km entspricht, was meine neue Bestzeit sein dürfte, sodass ich gleich mehrere persönliche Rekorde für mich aufstellen konnte und zum ersten Mal in Australien auf’s Podium kam:)

Der Erstplatzierte unserer Altersklasse war wirklich unschlagbar schneller und hätte selbst bei den „Open“ den zweiten Platz gemacht, der Zweitplatzierte war ca. 1,5 Minuten schneller als ich. Ich denke, dass ich mich nicht beklagen kann, wobei es sicherlich immer noch hie und da Verbesserungspotenzial gibt!

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Rennen, vermutlich beim Kingscliff Triathlon in vier Wochen über die olympische Distanz, wo ich dann auch meine aktuelle PB von 2:17 einstellen möchte. Mal sehen, ob das klappt, und ob ich damit wieder in die Top 3 komme;)