Es sind diese Momente, für die man jahrelang arbeitet und fast täglich trainiert: Ein Altersklassensieg, der zudem völlig unverhofft kam! Nach meinem ersten Platz beim Sandurot 113 über die halbe Ironman-Distanz im November 2014 und dem Rotary Triathlon auf Mactan, Cebu, im Juni 2017, hat es mehr als acht Jahre später wieder einmal geklappt.

Wochenlange Krankheit vor dem Rennen

Dabei lief die Vorbereitung alles andere als glatt: nach der Triathlon-WM im australischen Wollongong ging es Ende Oktober relativ bald von Melbourne nach Manila, wo ich mir erst einmal einen ordentlichen Virus einfing. Und leider hat mich dieser nach angenommener Genesung ca. 2-3 Wochen später noch einmal flachgelegt.

Dies hat u.a. dazu geführt, dass ich beim 5i50 in Bataan nicht an den Start gehen konnte, obwohl ich schon gemeldet war – das erste mal ein „DNS“ für mich! Da der Lanorteman genau drei Wochen später am 07.12.25 stattfinden sollte, tat ich alles denkbar mögliche, um mich für das Rennen vorzubereiten.

Viele Reisetage und improvisiertes Training

Da ich berufsbedingt ja recht viel rumreise, insbesondere auf den Philippinen, musste ich bei meinen Trainingseinheiten immer recht viel improvisieren. Ich fuhr dort Rad, wo es ging, und das galt auch für das Schwimmen und Laufen. Insgeheim rechnete ich mir schon eine gute Möglichkeit aus, dass ich zumindest wieder auf dem Treppchen landen könnte, da ich noch eine sehr gute Fitness nach dem Ironman 70.3 Sunshine Coast und der WM in Wollongong mitbrachte.

Sieger der Altersklasse 40-44 beim Lanorteman in Lanao del Sur, Mindanao, Philippinen

Das Rennen selbst verlief recht solide, und zum Glück spürte ich nichts mehr vom hartnäckigen Husten der letzten Wochen. Es war also eine Punktlandung in Sachen Genesung! Das Schwimmen verlief dabei langsamer als erwartet, doch beim Radfahren konnte ich richtig Gas geben und bei 217 Watt „normalized power“ einen Schnitt von 38,8 km/h hinlegen, was für mich gleichzeitig eine „personal best“ darstellte! Allerdings muss man dazu sagen, dass das Rennen überraschenderweise „draft legal“ war, was ich dann irgendwann im Verlauf des Wettkampfs herausfand, da ich mich über die ganzen Athleten gewundert hatte, die bei mir im Windschatten mitfuhren:D

Gegen Ende der Radstrecke konnte ich dann bei einer recht flotten Gruppe mitfahren, welche mich echt an die Grenzen brachte, aber vermutlich mit dafür verantwortlich war, dass ich dann so weit vorne gelandet bin.

Auf der Radstrecke ging es beim Lanorteman in Sultan Naga Dimaporo ziemlich gut zur Sache

Zwar hatte ich beim Laufen den letzten Turn verpasst, doch konnte ich dennoch mit gutem Abstand den ersten Platz machen. Und zum ersten Mal gab es mit 7000 PHP (ca. 100 Euro) sogar ein ordentliches Preisgeld:)

Beim Laufen konnte ich noch zusätzlich einen Vorsprung herausarbeiten, sodass ich trotz ein paar hundert Extrametern den ersten Platz sichern konnte

Damit hat die Saison nochmal einen krönenden Abschluss erhalten, und ich freue mich mega auf 2026, u.a. mit dem Tweed Enduro über die halbe Ironman-Distanz am 14.02.26, der T100 Gold Coast am 21.03.26 und dem Byron Tri im April, wo ich dieses Mal unbedingt auch gewinnen will.